Im Landesfinale unseres Jubiläumsjahres 2016/2017 holten sie ihren dritten Sieg in Folge: Die Arnstädter Schülerköche der Robert-Bosch-Schule. Neben dem begehrten Pokal sicherten sich Clara, Tim, Justin und Pierre mit ihren Teambetreuerinnen Christa Grulich und Regina Reinhardt ein gemeinsames Kochen mit Thüringens Sterneköchin Maria Groß. Am 23. Januar 2018 war es dann soweit und das Team war ab 11.00 Uhr bei Maria in der Bachstelze zu Gast. Regina Reinhardt erzählte uns von diesem besonderen Tag und übersandte uns folgende Zeilen:

„Wir waren vorfristig da und konnten ausgiebig die „Bachstelze“ erkunden und Welpe Friedrich begrüßen. Maria begrüßte uns wie alte Freunde und fragte uns, was genau wir machen wollten. Vorstellungen hatten wir keine konkreten, wir wollten Spaß am Kochen haben, von Maria lernen und schön neugierig auf die Arbeit einer Sterneköchin sein. Also los, was wenig Aufwendiges, viel Regionales, was Neues und alles nach Gefühl und ohne nervendes exaktes Abwiegen, ganz wie im Wettbewerb – so war der Plan. Pierre durfte Kurkumabrötchen backen und verarbeitete dabei Hefe, Mehl, kaltes Wasser, Salz und Zucker. Die Brötchen sollten als Beilage zum Hauptgericht dienen. Das Hauptgericht bestand aus Scheiben vom Flanksteak – beidseitig sehr scharf angebraten – und dann im Ofen gegart. Hauptverantwortlich hierfür war Tim. Dazu gab es blanchierte grüne Bohnen und Erbsen mit gedünsteten Birnen bzw. an Rahm – Pilz-Sauce mit vielen frischen Kräutern. Gereicht wurde zu allem noch ein frischer Salat aus Fenchel, Mandarinen, Granatapfel, Brunnenkresse, Scheiben frischer Champignons sowie Scheiben von Topinambur. Topinambur – die Wurzel eines asternartigen Korbblütengewächses – war absolutes Neuland für uns, fanden es aber total lecker! Dazu gab es eine Vinaigrette aus Karottensaft, viel Knoblauch, Öl und Honig – passiert und auch so lecker. Parallel zur Zubereitung der Speisen wurde immer gleich alles wieder sauber gemacht, damit in der Küche alles in Ordnung war. Natürlich erhielten wir eine Fülle an Informationen von Lebensmitteln aus der Region von Maria und wir durften in ihre vielen Gläser schauen und daraus kosten. Darin bewahrt sie z.B. ihre selbst hergestellte Pesto verschiedener Art, ihre Kräuter und andere Gewürze auf. Die Zeit des gemeinsamen Kochens verging wie im Fluge und wir bemerkten kaum, dass mehr als zwei Stunden vergangen waren.

Anschließend wurde gemeinsam gespeist. „Aber nichts vom Tisch für Friedrich, er kann gut betteln“, mahnte Maria mit einem verschmitzten Lächeln. Wir wuschen noch gemeinsam ab, stellten noch ein paar Fragen, schrieben uns die Tipps auf und dann mussten wir wieder zurück. Nach einer herzlichen Verabschiedung stellten wir fest: Maria müssen wir mal wieder besuchen! Vielleicht im Sommer mit den Familien, falls man einen Platz bekommt. Ein ganz großes „Danke Maria und Matthias für die schönen ungezwungenen und lehrreichen Stunden.“